Intro

Der kulturelle Wandel ist unaufhaltsam und extrem schnell: Globalisierung, Medienrevolution, Expansion der Wissensgesellschaft sind die großen Herausforderungen unserer Zeit. Er betrifft auch die Musik, die am weitesten verbreitete »Kunst«. Die Fragen an das Musikleben und Musikerleben, an das Musikmachen und den Musikgebrauch, auch an die entsprechenden Institutionen werden immer komplexer. Der Wandel ist so tiefgreifend, dass er alle Felder unseres musikalisch-kulturellen Lebens erfasst hat: die musikalische Aufführung, die Medien, die Musikvermittlung, die Musikforschung und die musikalische Öffentlichkeit. Tradiertes und Konventionelles verflüchtigen sich. Umgekehrt wächst der Hunger nach Orientierung. Dies betrifft die »ernste« genauso wie die »populäre« Musik.


Musikalische Gegenwartsforschung findet vereinzelt und wenig gebündelt statt. Das Institut für Musik und Ästhetik will dieser einen institutionellen Rahmen schaffen. Es versteht sich als ein interdisziplinär arbeitender Thinktank nach internationalem Vorbild. Ein Schwerpunkt wird dabei der Aufbau eines im Internet öffentlichen Archivs zur Gegenwartsmusik sein, mit Forschungsberichten, Analysen, Kritiken und Untersuchungen – ein Informationspool für alle Musikinteressierte, nicht nur für die musikalisch Aktiven. Ein anderer Schwerpunkt sind Serviceleistungen in Form von Dramaturgie, Expertisen und einem internetbasierten Musikfeuilleton. Insofern verbindet das Institut Theorie und Praxis, Grundlagenforschung und Teilnahme an der Kultur in einer demokratischen Zivilgesellschaft.


Am Institut für Musik und Ästhetik arbeiten renommierte Wissenschaftler aus allen relevanten Feldern rund um die Musik mit. Je nach künftiger finanzieller Ausstattung wird es weiteren Raum für Schwerpunktforschungen einrichten. Da das Institut vorerst keine staatliche Förderung erhält, ist es auf die Finanzierung durch private Hand und Stiftungen angewiesen. Informationen hierzu finden Sie unter »Sponsoring«.